Menschen nutzen Windkraft schon seit über 2.000 Jahren. Doch erst seit kurzem wird Wind auch zur Energieerzeugung genutzt. Diese Entwicklung wirft nun erste Früchte ab. Die Netzparität ist erreicht; der Kostenpreis von Offshore-Windenergie entspricht dem von Energie aus fossilen Kraftstoffen. Aber das Ende der Entwicklungen bei der Windenergie und anderen nachhaltigen Energiequellen ist noch lange nicht in Sicht.

Windenergie - nachhaltige Energie

Menschen nutzen die Windkraft, solange es Segel gibt. Seit über 2.000 Jahren dient Wind als Antriebskraft für Boote, Mühlen und Maschinen. Durch die Erfindung der Elektrizität erhielt Windenergie eine neue Anwendungsmöglichkeit, nämlich als direkte Stromquelle.

Im Verlauf des 20. Jahrhunderts entstand eine Diskussion über die (Un-)Erschöpflichkeit fossiler Energiequellen. Da dabei auch immer deutlicher wurde, welche Auswirkungen die Nutzung dieser Kraftstoffe auf die Umwelt hat, entstand eine Nachfrage nach nachhaltigen und wiederverwendbaren Energiequellen.

Im 20. Jahrhundert wurde diese Nachfrage durch die Nutzung von Windkraftanlagen auf dem Land bedient. Im Grunde geht es darum, einen langen Atem zu haben. Die Kosten für die benötigte Technologie und die erforderlichen Materialien trugen dazu bei, dass der Kostenpreis der Windenergie lange Zeit zu hoch war, um Windenergie als wirklich rentabel bezeichnen zu können. Zu dieser Zeit war Windenergie nachhaltig, aber relativ teuer.

Offshore-Windkraftanlagen und Netzparität

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts sind auch auf dem Meer immer mehr Windkraftanlagen zu finden. Diese Entwicklung stellt den (Offshore-)Energiemarkt auf den Kopf. Größte Kostenpunkte waren auch hier Materialien und Technologie. Energieversorger und Regierungen mussten lange intensiv in Windenergie investieren.

Vor allem übertrafen die Kosten der Windenergie die Erträge bei weitem. Aber vor nicht allzu langer Zeit wurde der Punkt erreicht, an dem der Kostenpreis der Windenergie genauso hoch ist wie der Kostenpreis von Energie, die mit fossilen Kraftstoffen erzeugt wird. Damit ist die so genannte Netzparität erreicht. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht.

Sif und die Offshore-Windenergie

Seit 2000 konzentrieren wir uns ausschließlich auf die Herstellung von Fundamenten für die Offshore-Industrie. Dank unserer Vergangenheit im Stahlbau verfügen wir über umfangreiche Kenntnisse im Bereich Engineering und Produktion. So haben wir uns auf dem Offshore-Windmarkt als Marktführer für Monopiles entwickelt. Darüber hinaus stellen wir Stahlrohre für allen anderen Fundamenttypen her, die auf dem Meer eingesetzt werden. Wir haben uns mittlerweile als zuverlässiger Partner etabliert, da wir uns jeder Herausforderung stellen. Tag für Tag setzen wir um, was wir versprechen.

Wir erarbeiten gemeinsam mit unseren Kunden Lösungen; Kostenlenkung ist und bleibt ein Schwerpunkt. Daher investieren wir ständig in Produktionsmaterial und die Erweiterung der Produktionskapazität. Dank dieser Investitionen können wir zur Senkung der Energiekosten beitragen.

Entwicklungen in der Offshore-Windenergie

Aufgrund unserer engene Beziehungen zur Offshore-Energie haben wir diverse kurz- und mittelfristige Entwicklungen und Herausforderungen identifiziert, die dazu beitragen können, dass die Windenergie in den kommenden Jahren weitere Fortschritte macht.

Entwicklungen im Bereich Windenergie

  • Der Anteil der Offshore-Windenergie im Energiemix nimmt zu.
  • Die Offshore-Windparks werden immer größer (durchschnittlich >1 GW pro Projekt).
  • Die Wertkette verändert sich: Turbinenhersteller werden zu Projektentwicklern, indem sie richtungsweisende Offshore-Windkraftanlagen liefern.
  • Größere Turbinen trugen zur Netzparität bei: Wachsen sie auch in Zukunft?
  • Treibende Windkraftanlagen
  • Wird es in Zukunft auch fliegende Windturbinen geben?
  • Windmärkte in Asien und Amerika

Herausforderungen im Bereich Windenergie

  • Die Anbindung von Windparks an die Stromnetze stellt mittelfristig eine Herausforderung dar. Kommt die Verbindung zustande, sodass der wachsende Anteil an Windenergie auch effektiv genutzt werden kann?
  • Das Energienetz muss ohnehin neu organisiert werden, um große Anteile erneuerbarer Energie verarbeiten zu können.

Das sind für uns kurz- und mittelfristig die großen Entwicklungen und Herausforderungen im Bereich Windenergie. Jetzt, da wir die Netzparität erreicht haben, bricht eine spannende Zeit voller Energie an. Sif nimmt in diesem Zusammenhang gerne eine Vorreiterrolle ein, indem wir uns zum Beispiel aktiv mit schwimmenden Plattformen und der Markterweiterung befassen.

Windenergie auf lange Sicht

Darüber hinaus erkennen wir auch Entwicklungen und Herausforderungen, die den Energiemarkt auf lange Sicht beeinflussen werden. Gelingt es uns, die Nutzung fossiler Kraftstoffe komplett auf 0 zu reduzieren? Wie speichern wir Energie in Zukunft und in welchem Tempo wird die Elektrifizierung voranschreiten? Welche Rolle wird Wasserstoff spielen? Mit anderen Worten: Windenergie steht noch in den Kinderschuhen, aber ist zugleich eventuell auch ein Mittel für den Übergang zu anderen Energiequellen. Wir stellen unsere eigenen Überlegungen an und versuchen, Marktteilnehmer miteinander in Verbindung zu bringen. Gemeinsam erreichen wir mehr.