Sif findet es wichtig, Projekte zu fördern, die zur Nachhaltigkeit der Energieerzeugung beitragen. Auf der Maasvlakte arbeitet GBM Works zusammen mit Partnern an einem Pilotprojekt, bei dem eine neue Methode zur nachhaltigen und kosteneffizienten Installation der Monopile-Gründung von Windkraftanlagen getestet wird. Sif hat hierfür die Testplatte und den Teststandort zur Verfügung gestellt.

IMG 6722

Vibro-drill

GBM Works, gegründet von Ben Arntz und Nick Noordam, entwickelte das Vibro-drill-Verfahren. Bei diesem Verfahren werden die Monopiles für Windturbinen mittels Vibrationselementen an der Unterseite des Pfeilers in den Meeresboden eingebracht und nicht auf herkömmliche Weise mit Kraft von oben in den Meeresboden gerammt. Beim Vibro-drillen wird das Eigengewicht des Pfeilers für die Installation genutzt.

IMG 6887

Wirtschaftlich und ökologisch interessant

Diese neue Technik ist sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch interessant. „Das Einrammen von Monopiles ist mit viel Lärm verbunden, der eine entsprechende Umweltbelastung darstellt”, erläutert Joris van Rossem, Test and Logistics Engineer bei GBM Works. „Unsere Methode ist geräuscharm, sodass wir keine teuren Lärmschutzvorrichtungen um den Monopile herum vorsehen müssen. Wir bekommen den Pfeiler auch schneller in den Boden als mit dem herkömmlichen Einrammen. Da die Vibrationselemente bei der Installation bereits am Pfeiler befestigt sind, kann schneller gearbeitet werden und wir sind weniger abhängig von den Wetterbedingungen. Die Vibrationen an der Unterseite verursachen außerdem weniger Ermüdungsschäden, also Schäden durch Materialermüdung. Dadurch können die Monopiles in Zukunft vielleicht leichter ausgeführt werden.”

IMG 6888

Tests auf der Maasvlakte

Die Tests an Land werden auf der Maasvlakte bei Sif durchgeführt. Dort ist der Sandboden nämlich ähnlich beschaffen wie der Meeresboden. Im Mai/Juni werden dort Tests mit einem relativ kleinen Monopile anstelle einer Platte durchgeführt, und zwar im Meeresboden. Es wird erwartet, dass das Vibro-drill-Verfahren Kosteneinsparungen in Höhe von mehreren Millionen Euro bei der Installation der Gründung von Windkraftanlagen ermöglichen wird. Letztlich führt dies auch zu geringeren Kosten für Windenergie.

IMG 6893

IMG 6894