Unsere Welt und auch unser Klima verändern sich. Durch den Klimawandel ist die Notwendigkeit, neue, erneuerbare Energiequellen zu finden und zu nutzen, immer dringender geworden. Unternehmen und Regierung müssen daher nicht nur auf neue Entwicklungen reagieren, sondern sie vor allem auch antizipieren. Das wollte Wirtschaftsminister Kamp erreichen, als er Anfang dieses Jahres ein neues Ausschreibungssystem einführte: die SDE+ Regelung.

SDE+: Impuls für erneuerbare Energien

Die SDE+ Regelung ist ein Fördersystem, das zum Ziel hat, den Preisunterschied zwischen ‚grauem‘ und ‚grünem‘ ‘Strom zu überbrücken, indem es Betrieben, die diese erneuerbare Energie erzeugen, finanzielle Anreize bietet. Zwar gibt es bereits viele Möglichkeiten zur Erzeugung erneuerbarer Energien, jedoch fällt die Wahl oft noch auf Strom, der aus fossilen Brennstoffen erzeugt wird. Der Grund hierfür liegt darin, dass er in vielen Fällen einfach preiswerter ist.

Das neue Förderprogramm soll die Entscheidung für erneuerbare Energien erleichtern. Darüber hinaus soll es dafür sorgen, dass die Technologie, die bereits für die grüne Energieerzeugung verfügbar ist, mehr und mehr Anwendung findet.

Im Jahr 2016 fanden zwei Ausschreibungsrunden statt, die zu einem Wettbewerb mit historisch niedrigen Energiepreisen für erneuerbare Energien führten. Dies deutet nach Ansicht des Ministers darauf hin, dass erneuerbare Energien immer kostengünstiger erzeugt werden können. Die Offshore-Windenergie wird separat behandelt. 2017 wird auch hierfür eine Ausschreibung stattfinden.

Weitere Offshore-Windenergie im Jahr 2023

Der Plan des Ministers folgt dem niederländischen Energieabkommen für nachhaltiges Wachstum, das 2013 zwischen mehr als vierzig Organisationen geschlossen wurde. Dazu gehören staatliche Organisationen und Arbeitgeber ebenso wie Gewerkschaften und Umweltorganisationen. In diesem Abkommen wurde als Ziel festgelegt, im Jahr 2020 mindestens 14 % erneuerbare Energien zu erzeugen. Außerdem wurden europäische Ziele festgelegt, wobei 16 % erneuerbare Energien im Jahr 2023 angestrebt werden. Es wird beabsichtigt, 4.500 MW Windenergie aus dem Meer zu realisieren. Die SDE+ Regelung hat einen großen Anteil bei der Erreichung dieser Ziele.

Im Vorgriff auf diese Entwicklungen realisierte Sif vor kurzem eine Montage- und Beschichtungshalle auf der Maasvlakte 2. Die neue Anlage bietet die Möglichkeit, die in Roermond hergestellten Teile für Gründungspfähle (Monopiles) vor Ort zu montieren und direkt zu verschiffen. Ein Monopile bildet die Verbindung zwischen dem Boden und dem Aufbau einer Windkraftanlage. Aufgrund der Entwicklungen im Bereich der Offshore-Windenergie werden Monopiles immer größer. Es ist daher nicht immer möglich, die Pfähle von Roermond aus zum Küstengebiet zu transportieren. Da die Monopiles jetzt in unmittelbarer Küstennähe montiert und endbearbeitet werden, können sie direkt verschifft werden, so dass Einsparungen bei den Transportkosten möglich werden. 

Sif Maasvlakte2 update latest